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MBE Metall­bau in Eise­nach

1997, 4a Architekten, Preisgekrönt, Thüringen
Eisenach, MEB Metallbau (Bild: Uladzimir Pcholka, via google-Maps, 2019)

Eisenach, MBE Metallbau, Haupteingang (Bild: Uladzimir Pcholka, via google-Maps, 2019)

  • MEB Metallbau

zum Buch


BAU: MBE Metallbau (jetzt: Mantos International Food)
ADRESSE: Eichrodter Weg 150 D, 99817 Eisenach
BAUZEIT: 1996–1997
ARCHITEKTEN: 4a-Architekten
PREISE: Thüringer Architekturpreis für Industriebauten (1. Preis); Thüringer Preis für energiesparende und innovative Bauten 1998 (2. Preis), Preis des Deutschen Stahlbaues 1998 (Anerkennung); Thüringer Staatspreis für Architektur und Städtebau 1998 (Anerkennung)


Eigentlich war es nur ein Funktionsbau, die neue Fertigungshalle von MBE Metallbau in Eisenach, die in den späten 1990er Jahren mit Preisen schier überschüttet wurde: vom Thüringer Architekturpreis für Industriebauten über den Preis des Deutschen Stahlbaues bis zum Thüringer Staatspreis für Architektur und Städtebau. Das weite Spektrum der Auszeichnungen macht sichtbar, dass a4-Architekten in Eisenach die 1997 Quadratur des Kreises gelang. Sie gestalteten einen leichtfüßigen Stahlbau, der eine ästhetische Gestaltung mit einem ausgeklügelten Klimakonzept.

Eisenach, Metallbau (Bild: mantos.de)

Eisenach, ehemals MBE Metallbau, heute Mantos International Food (Bild: mantos.de)

Der Sonne entgegen

Der Metallbau-Betrieb MBE, der Fassadenelemente und Fensterrahmen produziert, hatte sich 1991 gegründet, 1994 das Areal erworben und 1996 die Fertigungshalle einer „kompletten Rekonstruktion“ unterzogen – kurz, es wurde neu gebaut. Neben der Fertigungshalle von einer Länge von 86 Metern und Spannweite von 22 Metern sollten hier auch Verwaltungsräume untergebracht werden. Nicht zuletzt sollte die innovative, technikaffine und ressourcenschonende Grundhaltung von MBE ihren zeichenhaften Ausdruck finden.

Die Fertigungshalle mit seitlich angegliederten Verwaltungsräumen wurde als Stahlkonstruktion ausgeführt. Gemeinsam mit dem Büro Transsolar konnte a4-Architekten die Betriebskosten durch ein ausgeklügeltes Klimatisierungskonzept deutlich senken. Es waren Lösungen gefragt, die in der Investition kaum Mehrkosten verursachen würden, die Kosten im laufenden Betrieb aber deutlich senken. Nachdem die Frischluft im Süden der Anlage durch Sonneneinstrahlung erwärmt wurde, leitete man sie in die Büroräume. Die Abluft aus dem Verwaltungsbereich durchströmte und erwärmte dann noch die Fertigungshalle.

Eisenach, Metallbau (Bild: mantos.de)

Eisenach, MBE Metallbau, Haupteingang (Bild: mantos.de)

Kartoffeln statt Stahl

Nach 2000 wechselte die Gesellschaft, inzwischen unter dem Namen MBE Metallbau Eibau, den Standort. Heute wird die Halle von Mantos Food International zur Fertigung von Lebensmitteln genutzt. Seitdem hat sich der Bau in einigen Details geändert: Die geschwungene Mauer empor zum Haupteingang wurde mit Naturstein verblendet. Auch der Gedanke der gläsernen Fabrik ist hier nicht mehr in Gänze ablesbar, da Einbauten den Durchblick verstellen. Aber die Grundsubstanz der Halle ist ebenso wie ihr technoider Charme weiterhin erfahrbar. Passenderweise trägt der neue Nutzer des klimaoptimierte Bauwerks nun die Sonne im Logo, das zeichenhaft an der Glasfassade der Halle prangt.

Text: Karin Berkemann, 2025

Online-Auftritt der 4a-Architekten.
Online-Auftritt von MBE Metallbau.
Online-Auftritt von Mantos International Food.
Zu den Bildrechten nach Creative Commons informieren Sie sich bitte online über die entsprechenden Bestimmungen.

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Ein Projekt von moderneREGIONAL mit Baukultur NRW, den Betonisten, dem BDA Hessen, dem Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum, dem Denkmalschutzamt Hamburg, dem baden-württembergischen Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart, dem Thüringischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie, urbanophil und dem Landesamt für Denkmalpflege Bremen, fachlich beraten durch Kirsten Angermann, Daniel Bartetzko, Dr. Andreas Butter, Dr. Martin Bredenbeck, Dr. Matthias Ludwig und Olaf Mahlstedt, redaktionell betreut von Peter Liptau, unter der Projektleitung von Dr. Karin Berkemann.
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